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Bewerbung

Von Falk Schieck ·

Eine vollständige Bewerbung besteht in Deutschland aus Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen. Mehr braucht es in den meisten Fällen nicht, und weniger sollte es nicht sein. Wer eine Stelle gefunden hat, die passt, ist damit in einer guten Stunde fertig.

Auf dieser Seite steht der Weg von der Anzeige bis zur abgeschickten Mappe: was du wann machst, was in die Unterlagen gehört und woran es typischerweise scheitert.

Die Anzeige richtig lesen

Lies die Anzeige zweimal. Beim ersten Mal überfliegst du sie, beim zweiten Mal markierst du die Anforderungen, die tatsächlich auf dich zutreffen. Genau diese Punkte greifst du später auf, mit denselben Begriffen, die der Betrieb selbst verwendet.

Anforderungen sind fast nie eine Ausschlussliste, sondern ein Wunschzettel. Wenn du vier von sechs Punkten erfüllst und die Kernaufgabe beherrschst, ist die Bewerbung sinnvoll. Was fehlt, sprichst du gar nicht erst an, außer du kannst es mit etwas Gleichwertigem ausgleichen.

Steht in der Anzeige ein Ansprechpartner mit Namen, notier ihn dir. Er gehört in die Anrede des Anschreibens und ist meist auch die Person, die den Anruf entgegennimmt, wenn du nachfragen willst.

Was in eine vollständige Bewerbung gehört

Das Anschreiben ist eine Seite und beantwortet, warum du dich bei diesem Betrieb auf diese Stelle bewirbst und was du mitbringst. Der Lebenslauf ist die tabellarische Übersicht deines Werdegangs, ein bis zwei Seiten. Dazu kommen dein letztes Arbeitszeugnis, der Berufsabschluss und alles, was für die Stelle zählt: Schweißerpass, Staplerschein, Führerschein, Lehrgangsbescheinigungen.

Schulzeugnisse brauchst du nur, wenn du dich um einen Ausbildungsplatz bewirbst oder wenn deine Ausbildung gerade erst zurückliegt. Ein Deckblatt ist Geschmackssache und kein Muss.

Alles zusammen kommt in eine einzige PDF-Datei, in dieser Reihenfolge: Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse. Nichts ist ärgerlicher als sieben einzelne Anhänge, von denen zwei nicht öffnen.

Die Bewerbungsmail

Die E-Mail selbst ist kurz: Betreffzeile mit Stellenbezeichnung und, wenn vorhanden, der Kennziffer aus der Anzeige. Dann zwei bis drei Sätze, dass du dich auf die Stelle bewirbst und die Unterlagen im Anhang liegen. Der ausführliche Teil steht im Anschreiben, nicht in der Mail.

Schick die Bewerbung von einer seriösen Adresse mit deinem Namen. Nenn die PDF-Datei so, dass man sie wiederfindet: „Bewerbung-Vorname-Nachname.pdf“. Und schreib den Namen des Betriebs richtig, gerade wenn du mehrere Bewerbungen hintereinander verschickst.

Bevor du auf Senden drückst, öffne den Anhang noch einmal. Die falsche Datei oder gar keine Datei anzuhängen, ist der häufigste vermeidbare Fehler überhaupt.

Zeugnisse richtig einordnen

Das aktuellste Arbeitszeugnis gehört immer dazu, dahinter der Berufsabschluss. Wenn ein Zeugnis fehlt, weil der Betrieb es nie ausgestellt hat, ist das kein Beinbruch: Du kannst es nachfordern, und bis dahin genügt der Hinweis, dass es nachgereicht wird.

Zeugnisse werden im Original nicht verschickt, sondern eingescannt. Achte darauf, dass die Scans gerade und lesbar sind. Ein schiefes Handyfoto mit Schatten quer über dem Text macht auf der Gegenseite denselben Eindruck wie ein zerknittertes Blatt.

Lehrgangsbescheinigungen und Schulungen nimmst du auf, wenn sie zur Stelle passen. Fünf Bescheinigungen über Sicherheitsunterweisungen aus dem Jahr 2014 gehören nicht in jede Bewerbung – sie machen die Datei dick und lenken von dem ab, was zählt.

Nach dem Abschicken

Notier dir, wo du dich wann beworben hast. Wenn nach zwei bis drei Wochen nichts kommt, kannst du anrufen und höflich nach dem Stand fragen. Das ist keine Belästigung, sondern zeigt Interesse, und in kleineren Betrieben landet man damit direkt beim Entscheider.

Auf eine Absage folgt kein Grübeln. Die Gründe liegen oft an Dingen, die mit dir nichts zu tun haben: die Stelle war intern schon vergeben, jemand hatte genau die eine fehlende Qualifikation, der Betrieb hat den Bedarf verschoben.

Die häufigsten Stolpersteine

Ein Anschreiben, das für alle Betriebe gleich klingt, erkennt jeder sofort. Es muss nicht neu geschrieben werden, aber der Bezug zur Anzeige und zum Betrieb gehört hinein. Genauso auffällig: der falsche Firmenname, ein veraltetes Datum oder ein Lebenslauf, der bei der letzten Station endet, obwohl du seitdem woanders arbeitest.

Der zweite große Stolperstein ist die Technik. Größere Betriebe lassen Bewerbungen von einer Software vorsortieren (Bewerbermanagementsystem, englisch ATS). Ein Lebenslauf in zwei Spalten oder als eingescanntes Bild kommt dort als Kauderwelsch an. Einspaltig und als echter Text gebaut, hat es dieses Problem nicht.

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Aus deinem Profil und der Stellenanzeige entstehen Anschreiben und Lebenslauf als PDF – Analyse und Vorschau kosten nichts.

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